Lexikon

Psychosomatik

Die Lehre der Psychosomatik bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen somatischen  (= körperlichen) Störungen, Symptomen oder Krankheitsbildern und der Psyche (=Seele).

Geistige Tätigkeit, aber auch Gefühle und Erlebnisse in zwischenmenschlichen Beziehungen haben im Gehirn biologische Veränderungen zur Folge, über welche die Wissenschaft inzwischen bis ins Detail informiert ist.
Hätten wir die Möglichkeit, einmal im Jahr eine Reise in unser Gehirn zu machen und uns dort mit einem Elektronenmikroskop umzusehen, würden wir jedes Mal veränderte „Landschaften“ sehen.
Der Grund dafür ist, dass Ereignisse, Erlebnisse und Lebensstile die Aktivität von Genen steuern und im Gehirn Strukturen verändern.

Diese Zusammenhänge haben hohe gesundheitliche Relevanz!

Da das Gehirn Körperfunktionen steuert, sollten uns Studien nicht wundern, die wissenschaftlich belegen, dass Depressionen z.B. das Risiko erhöhen, herzkrank zu werden. Der Einfluss zwischenmenschlicher Beziehungserfahrungen reicht in den ganzen Körper hinein.

Der Volksmund kennt diese Phänomene schon lange:
„Es schnürt mir das Herz ab.“
„Das ist mir an die Nieren gegangen.“
„Etwas liegt mir schon lange schwer im Magen.“
„Dann nimmt es mir die Luft zum Atmen.“  
„Dann könnte ich aus der Haut fahren.“   usw. …..
Vertreter der neurobiologischen Forschung weisen darauf hin, dass die Entdeckungen über die Verbindung von „mind“ (Geist) und „brain“ (Gehirn) ein Umdenken in der Medizin erfordern.
Da Alles, was wir geistig tun, seelisch fühlen und in Beziehungen gestalten, seine Auswirkungen auf körperliche Strukturen hat, macht eine Medizin für „Körper ohne Seele“ ebenso wenig Sinn wie eine Psychologie für „Seelen ohne Körper“. (Thure von Uexhüll)

NLP - Neurolinguistische Programmierung

Das neurolinguistische Programmieren (NLP) ist ein Modell, welches sprachwissenschaftliche und psychologische Erkenntnisse zusammenführt.
Es wurde von dem Psychologen Richard Bandler und dem Linguisten John Grindler in Santa Cruz in den 70er-Jahren unter Einfluss des Systemikers Gregory Bateson und der systemischen Familientherapeutin Virginia Satir entwickelt.
Einschränkende, uns selbst belastende Verhaltensweisen und destruktive Bewältigungsstrategien von Krisensituationen haben ihren Ursprung oft in tief verwurzelten negativen Glaubenssätzen (aus der Kindheit übernommen, z.B.: „Aus dir wird nie Etwas.“, „Du bist zu dumm.“ usw.). 
Das was sich dann in unserer Sprache und Ausdrucksweise zeigt, ist ein Spiegel dessen, was wir in uns wahrnehmen. Wir Alle nehmen in der Sekunde ca. 60000 Sinneseindrücke auf. Davon werden aber nur ca. 20 bewusst wahrgenommen. Das nennen wir unsere „innere Landkarte“.
Andere Wahrheiten (eigene Stärken z.B.) sind oft komplett ausgeblendet und wir haben keinen Zugriff darauf. 
NLP gibt uns ein Werkzeug an die Hand, die Kommunikation mit sich selbst und anderen bewusster und wirkungsvoller zu gestalten. 
Die Grundlagen und Wirkweisen von NLP unterstützen dabei, sich von falschen, destruktiven Inhalten zu lösen und in Strukturen zu denken - eine wesentliche Fähigkeit, um Prozesse der Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung, der Kommunikation und Emotion zu analysieren und zu steuern.  
Das Metamodell der Sprache zeigt dabei Wege, um über die „Sprachverletzungen“ das tiefere „Um-was-es-wirklich-geht“ ins Bewusstsein zu bringen. So können Wahrnehmungsdefizite gelöst werden und neue Wahlmöglichkeiten entstehen.
Die hier gelernten Techniken sind hervorragend geeignet für die Selbstanwendung im Beruf und Alltag. Sie verbessern das Ressourcen- und Emotionsmanagement, wie auch die Wahrnehmungsfähigkeit und die Bewertungsfreiheit in der Kommunikation.

EMDR (Wingwave)

EMDR ist eine Technik, die ursprünglich zur Verarbeitung von Traumatisierungen diente und dort, über viele Studien nachgewiesen, eine sehr hohe Wirksamkeit zeigt. Sie wurde von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro in den 80ger Jahren entwickelt. Inzwischen gibt es viele Erweiterungen, Vertiefungen und ergänzende EMDR-Techniken. 2006 wurde EMDR auch vom deutschen wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie als effektive, wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt.
Zentrales Element von EMDR ist die Fokussierung der Aufmerksamkeit des/r Kliente/in auf eine negative Emotion. Die Patientin erinnert sich dabei an eine Schlüsselszene und wird von der Therapeutin darin unterstützt, alle "Spuren" des alten Films - also Bilder, Gefühle, Körpergefühle und Überzeugungen - wahrzunehmen, zuzulassen und ablaufen zu lassen.
Gleichzeitig bewegt die Therapeutin ihre Hand vor den Augen der Patientin hin und her und veranlasst diese dadurch zu entsprechenden Augenbewegungen. Dies nennt man "bilaterale Stimulation". Alternativ sind auch wechselseitige Berührungen z. B. auf dem Handrücken durch die Therapeutin, Lichtreize, akustische Reize (z. B. Töne über Kopfhörer) u. ä. möglich. Man geht davon aus, dass durch diese Art der Stimulation eine Entspannungsreaktion einsetzt und das Gehirn angeregt wird, abgebrochene Verarbeitungsvorgänge wieder in Gang zu setzen.
Nach einer erfolgreichen EMDR-Behandlung erleben sich die meisten Patienten deutlich entlastet, negative Überzeugungen können (auch von der Gefühlsebene her) neu und positiv formuliert werden und die physiologische Erregung klingt deutlich ab.
Inzwischen wird diese Technik auch mit großem Erfolg zur Stärkung von Ressourcen (z. B. Selbstbewusstsein), zur Behandlung von chronischen Schmerzerkrankungen, depressiven Verstimmungen, sowie komplizierter Trauer eingesetzt. Überzeugende Erfolge stellen sich auch bei der Behandlung sehr kleiner Kinder mit unterschiedlichen psychischen Belastungen ein.

PREPARE - ENRICH Paarberatung

PREPARE/ENRICH ist ein wissenschaftlich erstelltes und erforschtes Programm, das Paaren hilft, die Stärken und Ressourcen der eigenen Beziehung zu entdecken und Wachstumsbereiche nicht unter den Teppich zu kehren. Gemeinsam mit einer speziell dafür ausgebildeten Begleitperson (PREPARE/ENRICH Anbieter) kommen Sie über Ihre Partnerschaft ins Gespräch.

Dabei lernen Sie viel über Ihre Persönlichkeit, Kommunikationsmuster, Konfliktlösungsstrategien und viele andere Bereiche Ihrer Beziehung - z.B. die Struktur Ihrer Herkunftsfamilien im Vergleich zur Struktur Ihrer eigenen Beziehung.

Diese spannende Entdeckungsreise kann sowohl einige Zeit vor der Hochzeit als auch nach vielen Ehejahren (als eine Art Ehe-TÜV) durchgeführt werden. Es gibt jeweils eigene Versionen dafür.

Was PREPARE/ENRICH nicht kann und will:

  • Ihnen die Freude an Ihrer Partnerschaft nehmen - Sie können nicht "durchfallen" oder "versagen"
  • Ihnen die Arbeit an Ihrer Beziehung abnehmen - Sie sind und bleiben selbst für sich verantwortlich

und das ist gut so!

Kunsttherapie

Als wissenschaftlich anerkannte Methode wird Kunsttherapie in klinischen, pädagogischen, heilpädagogischen und soziokulturellen Bereichen ausgeübt.
Bilder können etwas „ersichtlich“ machen, was im Gespräch nicht so ins Bewusstsein gekommen wäre. Sie entstehen aus dem Unterbewusstsein und sorgen in der Nachbesprechung für so manches Aha-Erlebnis. Beim Malen kommt der Klient in einen tiefen Kontakt mit sich selbst. Der schöpferische Prozess setzt psychodynamische Prozesse in Gang, welche als erster Schritt in eine neue Wahrnehmung der Situation dienen können.

Innere Vorgänge werden sichtbar gemacht. Im fertigen „Bild“ gehen wir dann auf Entdeckungsreise, finden neue Aspekte und wichtige Zusammenhänge. 
Die Wirkung der Farben und Materialien besitzen die Kraft, innerlich zu berühren und tiefe, nachhaltige Prozesse auszulösen.

Kunsttherapie eignet sich für alle Interessierten, die mit künstlerischen Mitteln arbeiten und sich in dieser Form ausdrücken möchten.